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Fünf wichtige Fakten rund ums Hüftgelenk und die Bedeutung der Inneren Spirale des Anusara Yoga.

Die Anatomie

Das Hüftgelenk ist die bewegliche Verbindung des Oberschenkelknochens mit dem Becken. Es besteht aus 2 Beckenschaufeln und den Oberschenkelknochen, die durch ein Kugelgelenk mit dem Hüftgelenk verbunden sind. Der Oberschenkelkopf sitzt in der Hüftgelenkspfanne und hat einen sehr hohen Bewegungsradius – ähnlich dem des Schultergelenks. 

Ohne Muskeln und Bänder geht gar nichts

Rund um das Hüftgelenk sitzen viele Muskeln sowie innere und äußere Bänder, die das Gelenk stabilisieren und fixieren. Bei einer Streckung werden diese Bänder gespannt und verhindern eine Überstreckung des Hüftgelenks. Bei einer Beugung wickeln sich die Bänder wieder ab und liegen lockerer an, sodass das Gelenk mehr Bewegungsfreiheit hat. Parallel dazu sorgen die Muskeln für Beweglichkeit und Stabilität. Dazu gehören der große, mittlere und kleine Gesäßmuskel, der Ischiasnerv und – als bedeutendster Muskel – der Hüftbeuger.

Am wichtigsten ist unser Hüftbeuger

Dieser tief in der Hüfte verlaufende Muskel sorgt dafür, dass wir den Oberschenkel nach oben ziehen können – um zum Beispiel zu Sitzen – und das wir uns überhaupt aufrichten und gehen können. Der Hüftbeuger ist der einzige Muskel, der die Wirbelsäule mit dem Becken und den Beinen verbindet. Sein Ansatz ist am „kleinen Rollhügel“ am inneren Oberschenkel – von dort läuft er durch die Hüfte hindurch bis hoch zum letzten Brustwirbel T12 – dabei dockt er an jeden der 5 Lendenwirbel an.

Das Problem: Verspannung unter Stress

Der Hüftbeuger ist unser Kampf-und-Flucht-Muskel. Er reagiert sofort auf Stress, spannt sich an, verkürzt sich, zieht das Becken nach vorn, engt die Organe ein, übt Druck auf die Nerven aus und beeinträchtigt die Zwerchfellatmung. Das alles kann man vorübergehend beim Kämpfen und Flüchten gut gebrauchen. Auf Dauer signalisiert ein chronisch angespannter Hüftbeuger dem Körper jedoch eine kontinuierliche Gefahr – so lang, bis die Nebennieren und das Immunsystem irgendwann völlig erschöpft sind und der Burnout droht.

Die Anusara-Lösung: Ein entspannter Hüftbeuger entspannt auch das Nervensystem

Eine Wohltat, um den Hüftbeuger zu entspannen, ist die innere Spirale – das dritte Prinzip des Anusara Yoga. Hierbei geschieht folgendes: 

  • Der Oberschenkelkopf rollt tiefer in die Hüftgelenkspfanne und wird besser integriert
  • Das Gelenk ist stabiler
  • Der Bewegungsradius wird größer
  • Der Druck auf den Hüftbeuger nimmt ab
  • Die Leiste wird „hohl” und die natürliche Lendenlordose bleibt erhalten

Das alles schafft Weite im Becken und entlastet den unteren Rücken, die Knie und sogar die Schultern und den Kiefer – wie übrigens alle Asanas, die die Muskulatur um das Hüftgelenk herum dehnen.

Eine regelmäßige Praxis, die einige „Hüftöffner” einbezieht, lässt dich das Gefühl des Loslassens und der Erdung erfahren. Du kannst die Qualität von Geduld kultivieren und du tust etwas Gutes für deine Gesundheit. Viel Freude dabei!

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