Alle Artikel von Anja Fichtelmann

Personal-Yoga

Anja Fichtelmann – Personal Yoga in Hamburg

„Meine Vision ist es, dir die Werkzeuge an die Hand zu geben, um schmerzfrei, sicher und mit Freude zu praktizieren. ”

Yoga in seiner ursprünglichsten Variante: persönlich und vertrauend

Ursprünglich wurde Yoga immer direkt vom Lehrer an den Schüler weitergegeben. Ein unmittelbares, fokussiertes Erlebnis, das gerade heute in unserer „Multitasking-Zeit“ eine Erholung darstellt: Beim Personal-Yoga kannst du dich vollkommen auf dich selbst, deinen Körper und deine Empfindungen konzentrieren. Du kehrst deine Sinne nach innen, trittst in Kontakt mit dir selbst und kommst zur Ruhe. Und du bekommst für dich passende „Korrekturen” in deiner Ausrichtung. So kannst du gelenkschonend, effektiv und verletzungsfrei üben.

Deine ganz eigenen Bedürfnisse bestimmen die Praxis im Personal-Yoga.

Jedes Personal-Yoga startet mit einfachen Fragen:
Wie geht es dir momentan?
Was brauchst du gerade?
Warum möchtest du Yoga praktizieren?
Welchen Effekt versprichst du dir davon?

Je klarer deine Intention, dein Wunsch für die Praxis ist, desto effektiver ist die Praxis für dich. Denn auch hier gilt: die Energie folgt immer der Aufmerksamkeit. Daraus entwickelt sich dann der Ansatz für deine maßgeschneiderte Yogapraxis.

Zu den Inhalten einer jeden klassischen Yogastunde gehören dabei:
– Asanas, um den Körper zu dehnen und vor allem auch zu kräftigen,
– Pranayama, um das Nervensystem zu beruhigen,
– Meditation, um eine stabile Achtsamkeit für den Umgang mit Stress zu etablieren sowie
– Shavasana, um alle Impulse der Praxis zu verarbeiten, zu integrieren und einfach mal loszulassen.

„Mit jeder Personal-Yoga-Stunde bin ich mit Aha-Effekten, neu motiviert und inspiriert nach Hause gegangen. Ich bin meiner Krähe ein großes Stück näher gekommen und freue mich auf die nächsten Gruppenstunden.”

Kerstin aus Hamburg

Diese vier Aspekte des Yoga ermöglichen es dir in deine Ausgeglichenheit zu kommen. Körperlich, emotional und mental. Mein Stil zu unterrichten ist dabei immer herzlich, direkt und sehr präzise. Meine Vision ist es, dir all das „Handwerkszeug” mitzugeben, dass du brauchst, um Freiheit in der Asana und Stabilität im Geist zu erfahren. Das erreichen wir jedoch nicht gleich in der ersten Stunde. Dafür bedarf es einer gewissen Regelmäßigkeit.
Zusätzlich bekommst du Anleitungen für kurze Sequenzen von maximal 10 bis 15 Minuten – die wir gemeinsam üben – mit nach Hause. So schaffst du es, deine Yogapraxis als einen festen Bestandteil in deinem Alltag zu etablieren.

„Nach einem Gespräch über meine Gründe, Vorstellungen und Wünsche für/an das Personal-Yoga haben wir einen Plan für die Inhalte der einzelnen Stunden gemacht und sofort losgelegt. Insgesamt war das Personal-Yoga für mich ein voller Erfolg. Ich habe das Gelelernte und neu Verinnerlichte stets in meinem Kopf und auf der Matte bei mir! Ich übe fleißig weiter und bin sehr dankbar für Anja’s Yoga in meinem Leben!”

Cathrin aus Hamburg

Jede Personal-Yoga-Stunde ist maßgeschneidert auf dich und deine aktuellen Bedürfnisse ausgerichtet.

Yoga-Anfänger finden im Personal-Yoga einen idealen Einstieg mit individuellen Korrekturen in der Ausrichtung und einem langsamen Aufbau der Grundstellungen und des Sonnengrußes.
Yoga-Erfahrene haben die Möglichkeit, die eigene Praxis sehr viel feiner auszurichten. Du wirst erleben, wie du mit Hilfe der Ausrichtungsprinzipien des Anusara-Yoga mehr Weite und Raum schaffst – körperlich und geistig.

Wenn du dich auch auf diese Reise nach innen machen möchtest, dann buche dir jetzt deine erste Stunde. Ich freue mich auf dich!


Investition in dich selbst:

  • Schnupperstunde für eine Person (45 Minuten) | 50,- Euro* | dieses Angebot ist nur einmal buchbar und nur für Kunden buchbar, die mich noch nicht kennen.
  • Kennenlern-Stunde für eine Person (ca. 80 Minuten) | 120,- Euro*
    Wir besprechen deinen aktuellen Gesundheitszustand, deine Vorstellungen und Wünsche für das Personal-Yoga. So kann ich die nachfolgenden Stunden maßgeschneidert für dich gestalten.
  • Personal-Yoga für eine Person (60 Minuten) | 95,- Euro* | Buchbar nach der Kennenlern-Stunde
  • 4er-Abo für eine Person | 60 Minuten | 350,- Euro*
    Der Gesamtbetrag ist beim Termin zu zahlen.
    Das 4er-Abo hat eine Gültigkeit von 12 Wochen.
  • 10er-Abo für eine Person | 60 Minuten | 800,- Euro*
    Der Gesamtbetrag ist beim 1. Termin zu zahlen.
    Das 10er-Abo hat eine Gültigkeit von 4 Monaten.

Ihr möchtet zu zweit üben?

  • Kennenlern-Stunde für zwei Personen (ca. 80 Minuten) | 155,- Euro*
    Wir besprechen euren aktuellen Gesundheitszustand, eure Vorstellungen und Wünsche für das Personal-Yoga. So können wir die nachfolgenden Stunden maßgeschneidert für euch gestalten.
  • Personal-Yoga für 2 Personen (60 Minuten) | 130,- Euro* | Buchbar nach der Kennenlern-Stunde
  • 4er-Abo für 2 Personen | 60 Minuten | 470,- Euro*
    Der Gesamtbetrag ist beim ersten Termin zu zahlen. Das 4er-Abo hat eine Gültigkeit von 12 Wochen.

Das Kleingedruckte

  • Kostenfreie Absagen sind bis 12 Stunden vor dem vereinbarten Termin per E-Mail möglich. Danach wird der volle Betrag in Rechnung gestellt.
  • Anfahrten außerhalb von Eppendorf, Rotherbaum und Winterhude werden mit 10,- € berechnet
  • *Alle Preise sind inklusive der gesetzlichen Mehrwertsteuer.

Tag1-Programm

Überfordert dich dein Alltag? Kennst du das?

Dein Alltag bedrängt dich jeden Tag so sehr, dass du für das, was dir wichtig ist, keine Zeit und Energie hast?
Du bist erschöpft vor lauter Arbeit?
Du bist müde?
Du hast einfach keine Zeit für dich?
Du hast selten ein gutes Körpergefühl?
Du bist unzufrieden?
Du fühlst dich träge und faul?
Du hast das Gefühl, dass deine Zeit ständig von Tätigkeiten aufgefressen wird, die dich nerven?
Du hast keine Zeit um zu kochen?
Du kannst deinen inneren Schweinehund nur selten überwinden?
Du möchtest Yoga üben – weißt aber  nicht was?
Du möchtest meditieren – weißt aber nicht wie?
Dir fällt es sehr schwer, Gewohnheiten und Gedanken-/Bewegungsmuster zu durchbrechen?
Du hast Schwierigkeiten, Veränderungen anzugehen und in deinem Alltag langfristig zu etablieren?

Das kenne ich gut!

In diesem Dilemma habe ich auch lange Zeit gesteckt. Zum Beispiel mit dem Versuch eine Morgenroutine zu etablieren: Das ayurvedische Öl-Ziehen – die Reinigung des Mundraumes, bei der man 5 bis 10 Minuten lang einen Esslöffel Öl zwischen den Zähnen hin und her zieht. Seit Jahren hörte ich immer mal wieder davon, wie effektiv es sein soll und wollte es ständig ausprobieren. Doch ich sagte mir jedes Mal: dafür habe ich morgens einfach keine Zeit. Was für eine faule Ausrede …


Apropos Ausreden –  das sind meine Top 3 der Ausreden-Hitliste:

Nummer 1: Für gesunde Ernährung, Sport und Yoga habe ich in der Woche einfach keine Zeit.
Nummer 2: Ich werde immer wieder gestört, wenn ich gerade dabei bin, etwas für mich zu tun.
Nummer 3: Sobald ich das Projekt fertig habe, habe ich auch wieder Zeit Sport zu treiben (oder wahlweise Yoga zu üben, mich um meine Ernährung zu kümmern oder mich auszuruhen).


Erkennst du dich in diesen Aussagen wieder?

Es sind in jedem Fall die Ausreden, die ich immer wieder von meinen Kunden höre. Und wenn ich ihnen dann mein Programm vorstelle, dann sagen sie oft: ach, so einfach geht das?
Meine Erfahrung sagt mir, dass jedem von uns immer wieder die üblichen Ausreden dazwischenkommen und uns davon abhalten, endlich ins Handeln zu kommen. Weil es sich nämlich für unser Ego so gut und sicher anfühlt, in der Komfortzone zu bleiben. Es möchte Angenehmes verstärken und Unangenehmes vermeiden. Leider sagt uns unsere Ratio aber etwas anderes und will auch etwas anderes. Aus dieser Rivalität resultiert eine Unzufriedenheit, die äußerst frustierend ist! Welch ein Dilemma. Denn meist gewinnt das Ego diesen Zweikampf im Kopf.

Meine Strategie um da rauszukommen:
1. Höre nie auf, neu anzufangen!
2. Setze. Endlich. Deine. Priorität.

Ich fange ständig neu an. Jeden Tag. Denn dieser Satz ist meine Triebkraft – immer, wenn ich etwas neu beginnen möchte. Wenn ich eine neue Routine oder Gewohnheit in meinem Alltag etablieren möchte. Eine positive Gewohnheit wie zum Beispiel genügend trinken, nur noch einmal pro Monat Fleisch essen, weniger Alkohol trinken, regelmäßig Pausen machen, täglich meditieren, mir jeden Tag bewusst Zeit für mich selbst nehmen oder eben das von mir so ersehnte Ölziehen. Es war interessant zu beobachten, wie lange es gedauert hat, bis es für mich zur täglichen Routine wurde. Nämlich erst dann, als ich es für mich morgens zur absoluten Priorität gemacht habe. Seitdem klappt es.

Das kannst du auch! Mit meinem Programm „Tag1“

Mit dem Programm Tag1 wirst du Struktur und Ruhe in deinen Alltag bringen. Du wirst kleine und größere Veränderungen für dich definieren und dann Schritt für Schritt umsetzen. In deinem individuellen Tempo! Aber dafür musst du dich leider von deinen blöden Ausreden trennen. Dann wirst du auch in Bewegung kommen. Im Kopf und im Körper. Das bringt erstmal viel Unruhe und vielleicht auch Unwohlsein. Die brauchen wir aber, um alles wieder neu zu ordnen und zu priorisieren. Wenn du deinen Kleiderschrank aufräumen möchtest, ist die beste Strategie ja auch, erstmal alles aus dem Schrank zu räumen und sich dann jedes Teil einzeln anzuschauen und dann zu entscheiden was damit geschehen soll. Und genau so machst du es mit deinen Gewohnheiten und Gedankenmustern. In kleinen Schritten „nach Maß”, die dich nicht soviel Überwindung kosten, dass du am nächsten Tag schon wieder alles aufgibst.

Du wirst dich lebendig und leicht fühlen

Die Bereiche, die wir uns gemeinsam anschauen, beeinflussen sich gegenseitig. Wenn du zu viel arbeitest, hast du wenig Energie, um dich noch um eine gesunde Ernährung zu kümmern oder um regelmäßig zu meditieren. Wenn du keine Struktur in deinem Tagesablauf hast, wirst du keine festen Gewohnheiten etablieren können. Wenn du dir nicht bewusst darüber bist, was dir wichtig ist im Leben, dann kannst du auch nicht danach handeln. Du siehst, jeder Bereich nimmt Einfluss auf dein Leben, deine Entscheidungen und somit auch auf dein Wohlbefinden und vor allen auf deine Gesundheit.

1. Prinzip: Open to Grace

Philosophisches Konzept

Open to Grace beschreibt in erster Linie eine bewusste innere Ausrichtung oder innere Haltung, die sich dann über den Körper ausdrückt: die Haltung, sich für das Leben mit all seinen Möglichkeiten zu öffnen. Offen zu sein für Dinge, die passieren können und seine begrenzte Vorstellung ein Stück weit loszulassen.

Open to Grace lädt uns dazu ein, genau hinzuschauen, was uns das Leben an Möglichkeiten der Weiterentwicklung und des Lernens bietet. Es schafft einen Raum in uns, in dem wir uns fragen können: Was gibt es noch über mich zu wissen?

Open to Grace ist zudem die Erkenntnis, dass es Bereiche in unserem Leben gibt, wo wir wissen, dass wir nicht wissen. Denn natürlich wissen wir nicht alles. Und weil wir nicht alles wissen, können wir auch nicht wissen, welche Möglichkeiten es für uns gibt. Mit dieser Einstellung der Offenheit und Weichheit werden wir empfänglicher und können somit mehr über uns erfahren.

Körperliche Umsetzung

Diese Aspekte werden alle körperlich auf der Yogamatte umgesetzt.
Hier werden sie in 4 Aspekte unterteilt:

1. Atmung und Fundament

Die Verbindung mit dem Atem ist der stärkste Ausdruck des ersten Prinzips. Wenn ich mich in der Yogapraxis mit dem Fluss des Atems verbinde, dann verbinde ich mich mit der Kraft des Lebens, die hinter dem Atem steht. Ich erkenne, dass es eine größere Kraft gibt, die mich im Leben leitet. Ich kann letztlich weder die Atmung noch die Dinge kontrollieren, die im Leben passieren. Ich atme von selbst. Wenn ich zusätzlich meine Hände und Füße bewusst und im richtigen Abstand auf der Matte platziere, dann kann ich dem Leben gegenüber eine eine offene Haltung zum Ausdruck bringen.

2. Innerer Körper strahlt – Inner Body Bright

Bei diesem Aspekt fülle ich meinen gesamten Brustkorb mit meinem Atem aus und erweitere mich in alle Richtungen: nach hinten in den Rücken, in die seitlichen Rippen und nach vorne in den Brustbereich. Der gesamte Umfang des Brustkorbes wird gefüllt und geweitet und ich strahle von innen nach außen. Mit dieser Fülle im Inneren fällt es mir leichter, alle Aspekte des Lebens anzunehmen. Die guten und weniger guten. Ich übe, es so anzunehmen wie es ist.

3. Körperseiten lang machen – Side Body Long

Hier strecke ich mich lang aus der Taille nach oben und schaffe mehr Länge zwischen Becken und Achselhöhlen. Diese Länge wirkt wohltuend auf den unteren Rücken und schafft die Bereitschaft „Ja” zu sagen und nicht in den Widerstand zu gehen.

4. Äußerer Körper wird weich – Outer Body Soft

Dieser Aspekt lässt die Haut und den inneren Blick weicher werden und ist eine sehr subtile Handlung. Ich übe, weicher zu werden in meiner Haut – wenn ich die Tendenz habe zu „verhärten“ – und kann mein Vertrauen in das Leben verkörpern.

Mein persönliches Empfinden

Das philosophische Konzept von „Open to  Grace“ unterstützt mich in meinem Alltag, die innere Bereitschaft zu entwickeln, dem Leben und der Kraft dahinter mit der größtmöglichen Offenheit zu begegnen. Dass ich jeden Tag darauf vertrauen kann, dass diese Kraft – die hinter dem Leben steht – gut für mich sorgt. Dass ich eine Bereitschaft kultiviere, erstmal „Ja” zu sagen – mit allem was da so täglich auftaucht an Freuden und auch Problemen.

Mir hilft dieses Konzept darin, dass es mir zunehmend leichter fällt, schwierige oder vermeintlich ausweglose Situationen in meinem Leben besser anzunehmen. Und das ich auch den Mut habe, mir eine Entwicklung für einige Zeit anzusehen. Es hilft mir, nicht sofort in den inneren Widerstand zu gehen, nicht hart zu werden und „das Problem” von mir wegzuschieben, sondern das ich versuche, eine innere Weichheit zu behalten und das „Unangenehme” bestmöglich zu integrieren.

2. Prinzip: Muskuläre Energie

Die Muskuläre Energie ist die zusammenziehende und nach innen ziehende Kraft, die dir Festigkeit und Stabilität im Körper schenkt und mithilfe derer du mehr und mehr Kraft entwickelst. Diese Stabilität schafft eine gute Verbindung zwischen den einzelnen Körperteilen und ein Bewusstsein dafür, wo du dich gerade im Raum befindest.

Wir steigern mit der Muskulären Energie unseren Muskeltonus und setzen damit – nachdem wir mit „Open to Grace” die Basis etabliert haben – die Grundlage, um alle weiteren Ausrichtungs-prinzipien anzuwenden. Gerade für Übende, die eher sehr beweglich sind und oftmals in den Asanas „hängen” ist die Muskuläre Energie eine wahre Wohltat. Sie schenkt uns diese Grenze, um nicht über unsere körperlichen Möglichkeiten hinauszugehen und uns nicht zu verletzen. Das Erleben der Asana wird intensiver und du spürst mehr.

In der Praxis wird die Muskuläre Energie von der Körperperipherie zum Zentrum hingezogen. Das heißt, wir ziehen Energie und Kraft von den Händen und Füßen Richtung Becken, Herz oder Gaumen. Diese 3 Punkte beschreiben den Sitz des jeweiligen Fokuspunktes in der Haltung. Vom Fokuspunkt aus wird die gesammelte Kraft wieder nach „außen” geschickt, um sich zu weiten, zu strecken und zu verlängern. Dieses „nach außen schicken” beschriebt schon das fünfte Prinzip – die „Organische Energie”. Sie ist die gegensätzliche Kraft zur Muskulären Energie.

Die Muskuläre Energie gliedert sich in 3 Aspekte:

  • 1. Die Haut und Muskeln werden fest an die Knochen gezogen – wie eine feste Umarmung.
  • 2. Die Gliedmaßen (Arme und Beine) werden isometrisch zur Mittellinie gezogen.
  • 3. Die Energie wird von der Peripherie (den Füßen, den Händen) entlang der Arme und Beine zum jeweiligen Fokuspunkt im Körperzentrum gezogen.

Was ist der Fokuspunkt?

Der Fokuspunkt ist der Ort in deinem Körper, wohin du die Muskuläre Energie ziehst und von wo aus du die Organische Energie wegströmen lässt. Im Fokuspunkt spaltet sich die Energie in zwei Richtungen: wieder nach unten in die Basis und nach oben in Richtung Kopf. Hier wird das
„Root to Rise”-Prinzip beschrieben: sich nach unten erden, um nach oben zu wachsen.

Die 3 Fokuspunkte sind:

1. Für alle Stehhaltungen sitzt der Beckenfokuspunkt im Zentrum des Beckens
2. Für Handstand und hinabschaunenden Hund sitzt der Herzfokuspunkt hinter dem Brustbein, im unteren Bereich des Herzens
3. Für Kopfstand, Schulterstand und Schulterbrücke sitzt der Gaumenfokuspunkt in der
Mitte des Kopfes, am oberen Gaumen

Mentaler und emotionaler Nutzen

Mit der Anwendung der Muskulären Energie stärken wir uns nicht nur auf körperlicher Ebene, indem wir kompakter und stabiler werden, sondern auch auf mentaler und emotionaler Ebene. Auch Qualitäten wie Durchhaltevermögen, Mut, Ausdauer, Entschlossenheit, Sicherheit und Präsenz werden entwickelt und gestärkt. Das Gefühl von Sicherheit und „dass man alles schaffen kann”, das beim Praktizieren der Muskulären Energie entsteht, ist für mich persönlich der größte Nutzen aus diesem Prinzip. Ich übe, Vertrauen in meine eigenen Fähigkeiten zu entwickeln und darüber hinaus mutiger in meinem Handeln zu werden.

Menschen, die sehr willensstark und zielgerichtet sind, sollten aufpassen, dass sie dieses Prinzip nicht zu intensiv anwenden. Es besteht leicht die Gefahr zu verkrampfen und eher das Gefühl zu stärken „ich muss noch mehr machen”. Gerade diese Personen sollten sich mehr auf die Organische Energie konzentrieren, bei der sie lernen, sich selbst gegenüber ein wenig weicher zu werden.

Grundsätzlich sollten die unterschiedlichen Ausrichtungsprinzipien so angewandt werden, dass für einen persönlich die richtige Balance (Balanced-Action) entsteht und es sich für dich in der Haltung stimmig anfühlt.

3. Prinzip: Innere Spirale

Die Innere Spirale ist die weitende Spirale. Sie wirkt wohltuend auf die Ausrichtung des Beckens. Sie beginnt bei den Füßen am Großzehballen und schlängelt sich über die Beine nach oben Richtung Taille. Sie bewegt dabei die Innenseiten der Oberschenkel nach innen und hinten sowie auseinander. Dadurch entsteht mehr Wölbung im unteren Rücken und die Leisten werden hohl und weich. Hierbei rollt der Oberschenkelkopf tiefer in die Hüftgelenkpfanne und wird dadurch besser integriert. Das Gelenk ist stabiler, was wiederum zu einem größeren Bewegungsradius führt. Der Druck auf den Hüftbeuger (Iliopsoas) nimmt ab, da der Oberschenkelkopf nicht dagegen drückt. Es entsteht eine wohltuende Weite im Becken und unteren Rücken. Den Oberschenkel während der Praxis „hinten” zu halten, erfordert allerdings einige Übung.

Mentaler und emotionaler Nutzen:
Wenn wir die Innere Spirale mithilfe der Muskulären Energie initiieren, haben wir die Möglichkeit, uns auch mental zu weiten, zu öffnen und empfänglicher zu werden. So als ob wir im Inneren einen Schritt von unseren Meinungen, Gedanken und Vorstellungen zurücktreten. Wir werden weicher in unserer Einstellung, entspannen und können dadurch unsere Perspektive erweitern.

Die Innere Spirale fließt immer zusammen mit der Muskulären Energie, die zuerst aktiviert wird.

Pratyahara: Wenn sich dein Geist in erholsame Stille zurückzieht.

Im Yoga gibt es den Begriff Pratyahara – der beschreibt das Zurückziehen der Sinne. Wörtlich heißt es „das Fasten”. So wie eine Fastenkur den Körper und Geist reinigt, so dient Pratyahara dazu die Sinne zu reinigen.

Unsere 5 Sinne – das Sehen, das Hören, das Fühlen, das Riehen und das Schmecken –sind wenn wir wach sind ständig online. Sie sind unsere Türen zur Aussenwelt. Durch sie nehmen wir die Welt wahr und schicken dabei ständig ungefilterte Informationen an unser Gehirn. Den ganzen Tag über sehen wir zu viele Bilder, hören zu viele Informationen usw. Und auf all das müssen wir irgendwie reagieren. Das führt nicht selten zu Überforderung und Stress. Denn es gibt kaum eine Pause. Der Instagram Feed produziert den ganzen Tag über neue Nachrichten und Bilder. Und unser Gehirn muss auf jedes einzelne Bild reagieren. Es einordnen und filtern. Und Instagram ist ja nicht die einzige Quelle: Nachrichten, Zeitungen, Radio, Fernsehen, Werbung, im Supermarkt. Überall prasseln die Reize auf uns ein. Es gibt kaum Ruhezeiten – außer im Schlaf. Es besteht die Gefahr der Reizüberflutung und es kann ein Datenstau im Gehirn entstehen, wenn wir uns diesem Datenstrom nicht mal ganz bewusst entziehen.

Pratyahara beschreibt genau diesen Zustand: wenn wir die Verbindung nach aussen trennen. Wenn wir die offenen Türen schließen und die Ruhe und Stille einladen. Wenn wir uns mal ausruhen und dadurch lernen, nicht mehr auf jeden Reiz von aussen reagieren zu müssen. Der Geist nimmt die Reize zwar immer noch wahr, aber er reagiert nicht mehr sofort. Er kann in der Stille verweilen. Eine gute Übung dafür ist die Meditation. Denn hier übst du auch, nicht auf jeden Reiz (Gedanken, Wahrnehmungen, Geräusche) zu reagieren. Du übst ruhig und still zu bleiben.

In dieser Stille, die dann entsteht, können wir erst wahrnehmen, was wir gerade benötigen, wie es uns geht oder wovor wir Angst haben. Dieser Rückzug erlaubt uns, wieder in Kontakt zu treten mit uns selbst. Die Yogis sagen: wahre Stille und Regeneration finden wir nur in uns selbst. Nur wenn wir die Türen schließen. Doch die Aussenwelt überstülpt unsere Wahrnehmung, so dass wir unsere innere Stimme nicht hören können.

Der Herbst – diese besondere Zeit des Übergangs – lädt uns ein, unsere Türen nach aussen öfter mal zu verschließen. So, wie es auch die Natur macht: sie zieht sich zurück. Der Herbst steht sinnbildlich dafür, alles loszulassen was wir nicht mehr brauchen. So, wie die Blätter von den Bäumen fallen. So, wie das pulsierende Leben des Sommers langsam aus den Pflanzen weicht und sie vertrocknen. Alles Leben zieht sich zurück und fällt in eine Art Schlaf. Nichts drängt mehr nach aussen. Es gibt keine große sichtbare Reaktion mehr.

Dieser Vergleich könnte für uns bedeuten, dass wir unsere Aktivitäten minimieren, das Tempo im Alltag rausnehmen und mehr Zeit mit uns selbst verbringen. Sich Zeit zu nehmen für eine Rückschau. Darauf, was wir in den letzten Monaten gelernt habe. Was wir davon integrieren oder loslassen möchten.

In der Yogapraxis haben wir jedesmal die Möglichkeit uns zurückzuziehen in unsere eigene Stille. Um dann bewusst wahrzunehmen, wie es uns gerade geht. Es tut so gut, die Augen zu schließen und zu üben zuzuhören. Auf das, was bei uns im Inneren geschieht. So dass wir mit der Zeit lernen, warum wir immer wieder auf etwas von aussen anspringen und so unsere Reaktion darauf ändern können. Savasana am Ende der Praxis steht auch für Rückzug. Der ganze Organismus zieht sich zurück und entspannt sich. Genau aus diesem Grund fühlen wir uns so erfrischt, klar und glücklich nach der Praxis. Weil wir unsere Sinne ganz bewusst zurückgezogen haben und gefastet haben.

In diesem Sinne wünsche ich euch einen erholsamen und stillen Herbst!

Neu im Studio?

Anusara-Yoga für Anfänger, Wiedereinsteiger oder fortgeschrittener Yogi.

Teste doch einfach mal, ob Mattenzauber zu dir und deinen Bedürfnissen passt.


Probestunde für 15,- Euro*

Eine Klasse nach Wahl testen.
Such dir einfach eine Stunde im aktuellen Kursplan aus, von der du glaubst, dass sie zu dir passt und melde dich dann über den Link im Kursplan an. Du wirst auf die Buchungsseite von meinem Online-Kalender geführt. Wähle hier deine Klasse aus und dann dein Datum. Wenn ein Datum nicht angezeigt wird, ist die Klasse ausgebucht oder entfällt.

Wenn du unsicher bist, welche Stunde zu dir passen könnte, melde dich gerne per E-Mail (probestunde@mattenzauber.de) – dann kann ich dich beraten.


Probewoche für 25,- Euro*

7 Klassen nach Wahl innerhalb von 7 Tagen testen.
Such dir einfach die Stunden im aktuellen Kursplan aus, von der du glaubst, dass sie zu dir passt und melde dich dann über den Link im Kursplan an. Du wirst auf die Buchungsseite von meinem Online-Kalender geführt. Wähle hier deine Klasse aus und dann dein Datum. Wenn ein Datum nicht angezeigt wird, ist die Klasse ausgebucht oder entfällt.

Du kannst die Probewoche an jedem beliebigen Wochentag starten. Nach diesem 1. Tag kannst du dann an den 6 Folgetagen an Kursen teilnehmen. Nicht wahrgenommene Termine können leider nicht nachgeholt werden.


Probemonat für 59,- Euro*

So viel Klassen wie du magst innerhalb von 4 Wochen testen.
Such dir einfach die Stunden aus, von denen du glaubst, dass sie zu dir passen und melde dich dann über den Link im Kursplan an. Du wirst auf die Buchungsseite von meinem Online-Kalender geführt. Wähle hier deine Klasse aus und dann dein Datum. Wenn ein Datum nicht angezeigt wird, ist die Klasse ausgebucht oder entfällt.

Du kannst den Probemonat an jedem beliebigen Wochentag starten. Nach diesem 1. Tag ist der Probemonat 27 Tage gültig. Nicht wahrgenommene Termine in diesem Zeitraum können leider nicht nachgeholt werden.



Ich hatte mich heute den ganzen Tag auf Yoga gefreut und die Stunde hat mich gefordert aber auch ruhig werden lassen. Ich bin total entspannt und habe wieder neue Motivation meine tägliche Routine aufzunehmen. Danke für deine Yogastunden, die immer so abwechslungsreich und motivierend sind.

Kerstin aus Hamburg

Das Kleingedruckte

  • Wenn du unsicher bist, welche Stunden zu dir passen könnten, melde dich gerne per E-Mail (probestunde@mattenzauber.de) – dann kann ich dich beraten.
  • Bitte sei 10 Minuten vor Unterrichtsbeginn da. Dann können alle pünktlich und in Ruhe beginnen.
  • Die Tür schließt pünktlich – danach ist kein Einlass mehr möglich.
  • Wenn dir Mattenzauber gefällt, bekommst du beim anschließenden Kauf einer
    6er-/12er-Karte 1 Stunde geschenkt.
  • *Alle Preise sind inklusive der gesetzlichen Mehrwertsteuer

4. Prinzip: Äußere Spirale

Die Äußere Spirale ist die zusammenziehende Spirale. Sie zieht die Hüftpunkte des Becken und die Sitzknochen zusammen und aktiviert den Beckenboden. Das verschafft uns mehr Festigkeit im unteren Bauch und im gesamten Becken. Die Äußere Spirale beginnt oberhalb des Beckens, schlängelt sich über die Beine nach unten und endet am großen Zeh. Dabei dreht sie die Oberschenkel nach außen, nach vorne und zusammen. Um die Äußere Spirale zu aktivieren, wird das Steißbein etwas nach unten gezogen (das ist eine innere Handlung, denn das Becken bleibt aufgerichtet und die Leisten hohl). Die Oberschenkel bleiben dabei hinten, so dass wir die Innere Spirale nicht verlieren.

Mentaler und emotionaler Nutzen:
Wenn wir die Äußere Spirale anwenden, erfahren wir Sicherheit, Verbundenheit und Kompaktheit.

Auch diese beiden Prinzipien sind – genau so wie die Muskuläre und Organische Energie – gegensätzlich (Spanda). Darum ist es immer nötig, die richtige „Balance der Aktivität” zu finden, um stets im Gleichgewicht zu sein.

5. Prinzip: Organische Energie

Die Organische Energie ist die weitende und streckende Kraft, die dir mehr Länge, Ausdehnung und Freiheit in der Haltung schenkt. Sie schafft Weite und Weichheit im Körper.

Sie ist die gegensätzliche Kraft zur Muskulären Energie. Wir brauchen sie, um die Festigkeit und Sicherheit der Muskulären Energie auszubalancieren. Diese beiden gegensätzliche Kräfte pulsieren miteinander und ergänzen sich. Dieses Konzept von Dualität nennen wir im Yoga Spanda. Das eine existiert nicht ohne das andere. Oder anders gesagt: nur durch den Kontrast von Gegensätzen nehmen wir Dinge bewusster wahr.

Die Organische Energie gliedert sich in 3 Aspekte:

1. Energie fließt vom Fokuspunkt aus entlang der Körperlinien zur Peripherie
2. Die Glieder weiten sich von der Mittellinie nach außen
3. Die Haut weitet sich von den Knochen weg

Mentaler und emotionaler Nutzen

Wenn wir Organische Energie anwenden, stärken wir Qualitäten wie Großzügigkeit, Zuversicht und die Möglichkeit unsere Perspektive zu wechseln. Wir können in der Haltung weicher werden und sie mehr von „innen heraus nach außen“ üben. Die Haltungen werden somit Ausdruck eines inneren Gefühls.

In meinem  Alltag fällt es mir persönlich oft schwer, weicher, nachsichtiger und liebevoller – also „organischer“ – mir selbst gegenüber zu sein. Weil ich oft zu konzentriert und zu zielstrebig – also zu „muskulär“ – bin. Mich immer wieder daran zu erinnern, die wichtige Balance dieser beiden Gegensätze zu finden, unterstützt mich darin, dem Leben gegenüber Offenheit und Weichheit zu behalten.